WRITE SAID BOB – Der Blog

Neuigkeiten aus dem Bereich Text, Werbung und Web

Ganz schön responsiv?

| Keine Kommentare

Responsives Webdesign und attraktive Gestaltung müssen sich nicht widersprechen.

Responsives Webdesign

Responsives Webdesign bedeutet,
flexibel auf alle Endgeräte zu reagieren.

Schon heute gibt es im Web mehr Zugriffe über mobile Geräte (Smart-Phones, Tablets, etc.) als über klassische Computer. Das ist kein kurzfristiger Trend, sondern definitiv die Zukunft der Online-Kommunikation. Diese Tatsache zu ignorieren bedeutet in letzter Konsequenz, Besucher – und in den meisten Fällen heißt das potenzielle Kunden – zu verlieren.

Mobilität bedeutet Flexibilität
Immer mehr User steigen quasi von unterwegs ins Internet ein und holen sich ihre Infos über Produkte und Dienstleistungen auf ihr Mobilgerät. Darauf muss sich eine Homepage einstellen und geräteübergreifend flexibel reagieren können. Schließlich funktioniert ein klassischer Computer ein wenig anders als ein Handy oder ein Tablet. Um nur die zwei größten Unterschiede zu nennen: Die Bildschirme von Mobilgeräten sind wesentlich kleiner. Und es steht keine Maus zur Verfügung, um zu navigieren; da kommen die Finger zu Einsatz. Dementsprechend sollten nicht nur Buttons, sondern auch Eingabefelder, Texte, Bilder, Slider und Videos mitskalieren.

Problem Datenmenge
Das größte Problem stellt allerdings die Datenmenge dar. Wenn eine Homepage von einem Handy abgerufen wird, bedeutet das, dass alle Daten, HTML- und CSS-Code, Bilder, etc., in vollem Umfang heruntergeladen werden.
Jetzt ist man in den meisten Fällen unterwegs nicht mit einer besonders schnellen Verbindung ausgestattet und zumeist auch mit einer Download-Beschrängung versehen. Das kann dem Handy-Besitzer unter Umständen ganz erhebliche Kosten verursachen.

Fotos, um nur ein Beispiel zu nennen, sind für die großen Bildschirme der Desktop-Comupter optimiert. Bei einem responsiven Webdesign werden sie zwar automatisch auf eine Größe skaliert, die auch auf einen kleinen Handy-Bildschirm passt … aber die Datenmenge ändert sich nicht. Das Handy lädt in Wirklichkeit das große Foto herunter, würde aber tatsächlich nur ein kleineres Foto mit einer geringeren Datenmenge brauchen.

Problem Wartezeit
Dazu kommt, dass User mittlerweile erwarten, eine Homepage muss sich am Mobilgerät zumindest genau so schnell wie auf dem Desktop-Computer aufbauen. Für lange Wartezeiten herrscht null Toleranz; Geduld wurde in der Vergangenheit bereits bei Desktop-Computer klein geschrieben und ist auch bei Mobilgeräten Mangelware.

Verschiedene Lösungsansätze
Logische Konsequenz daraus: Viele Webdesigner entwickeln getrennte Homepages für mobile Endgeräte; sie kreieren also wortwörtlich zwei (oder mehrere) unterschiedliche Websiten. Die “Mobil-Version” ist mit kleineren Fotos und sehr oft mit weniger Inhalt ausgestattet.
Die Frage ist nur: Was vom Inhalt soll man streichen? In den meisten Fällen erzählt man ja auch auf der “Desktop-Version” keine Romane, sondern beschränkt sich auf das Wesentliche. Hm. Schwierig. Und oft einfach nicht machbar.

Die unterschiedlichen Homepage-Varianten stellen unter Umständen durchaus eine denkbare Möglichkeit dar; sie ist aber sehr kosten- und zeitintensiv in der Betreuung. Denn natürlich müssen Änderungen oder Aktualisierungen auf jeder einzelnen Homepage durchgeführt werden.

Eine andere Folge: Das Design vieler Homepages wird “vereinfacht”; das heißt, Grafiken und Fotos werden auf das Allernotwendigste reduziert. Flexibilität geht auf Kosten einer attraktiven Gestaltung. Und tatsächlich bekommt man bei vielen aktuellen Homepages den Eindruck, sie haben mit dem Spruch “Keep it simpel” ein wenig übertrieben.

Attraktives Design für große und kleine Bildschirme
Die Herausforderung besteht darin, trotz der Einschränkungen, die die mobilen Geräte mit sich bringen, geräteübergreifend ein attraktives und gleichzeitig funktionelles Design zu kreieren. Ein goldener Mittelweg muss gefunden werden.

Responsives Webdesign ist nur ein Teil des Puzzles.
Responsives Webdesign ist als Gestaltungsmittel nicht mehr wegzudenken. Doch es stellt nur ein Teil des Puzzles dar. Vielleicht muss man als Unternehmen in Zukunft weiter denken als nur in “einer” Homepage. Und seine Kommunikationsstrategie auf vielen Kanäle verteilen. Unterschiedliche Inhalte können auch auf unterschiedliche Plattformen vermittelt werden; je nach Informationstiefe können zum Beispiel Corporate-Blogs oder Online-Magazine zum Einsatz kommen. Flexibiltät ist angesagt – im Design, aber auch in der inhaltlichen Gestaltung.

Autor: Bob

Der Blog von WRITE SAID BOB | Robert Sonnleitner. Ich bin Texter, Werber, Webdesigner und Schriftsteller aus Wien.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.